Aktuelles

 

Hier ein paar Beispiele aus unserer täglichen Arbeit:

Die achtjährige J. benötigte eine lebensnotwendige Operation, die nur in der Schweiz durchführbar war. Die Krankenkasse übernahm zwar die Kosten des Mädchens, nicht aber die Reisekosten einer Begleitperson. Die Eltern konnten sich dies jedoch nicht leisten. Wir haben die Reise und Unterkunft für den Vater des Mädchens übernommen, damit das Mädchen diesen schweren Weg nicht alleine gehen musste.

Ein kleiner Junge besucht eine Schwerstbehindertenklasse und spricht kaum mit anderen Kindern. Manchmal ist er agressiv, doch meistens sehr schüchtern. Wir haben ihm ermöglicht, an einem Therapieurlaub mit seiner Klasse in Italien teil zu nehmen, da sich die Familie in einer sehr schwierigen finanziellen Situation befindet.  Diese Therapie trägt wesentlich zu seiner Integration in der Klasse bei. Wir haben geholfen.

Frau S. hat nach Ihrer Scheidung Ihren Arbeitsplatz verloren. Der Vater zahlt keinen Unterhalt für die beiden gemeinsamen Kinder (8 und 11 Jahre). Die Familie hat knapp € 800,-- monatlich zur Verfügung. Nach Abzug der Kosten für Miete, BK, Heizung, Schule, etc. bleibt kaum etwas zum Leben über. Die Familie ernährt sich zeitweise nur von Reis oder Kartoffeln.  Frau S. sucht verzweifelt einen Arbeitsplatz, die Familie wohnt jedoch in einer strukturschwachen Region. Manchmal sitzt Frau S. mit Ihren Kindern im Dunkeln, wenn das Stromguthaben wieder einmal aufgebraucht ist. Neue Kleidung gibt es nicht, und wenn, dann aus der Altkleidersammlung. Frau S. möchte Ihren Kindern die Existenzangst ersparen, ihnen ein Leben ermöglichen, wo sie abends nicht im Finstern sitzen oder im Winter frieren müssen (auch so etwas gibt es in einem "Sozialstaat"). Vielleicht auch einmal ein Stück Schokolade und nicht nur Grundnahrungsmittel. Wir entwickeln mit Frau S. einen Sozialplan, mit dem wir der Familie wieder auf die Beine helfen.

Ein kleiner Junge hat hat den Drogentod seiner Mutter miterlebt und danach noch einige Tage neben seiner toten Mutter verbracht. Jetzt lebt er in einer Wohngruppe, hat aber große Schwierigkeiten ins "normale" Leben zurück zu finden. Wir haben für ihn eine Therapie mit Pferden finanziert, die ihm hilft, wieder Vertrauen aufzubauen.

Die kleine E. hat einen Tumor, der so selten ist, dass in Österreich kein Know-How bezüglich der Operation besteht. Ein namhafter Primar einer Kinderklinik rät dringend von einer Operation in Österreich ab. Nur eine Klinik ist auf diese Art von Operationen spezialisiert, diese ist aber in den USA. Wir haben der Familie die fehlenden Mittel für Reise und Operation zukommen lassen, um das Überleben des Kindes zu retten.

Frau S. hat Fehler in ihrem Leben gemacht und muss eine Haftstrafe antreten. Ihre sechsjährige Tochter soll inzwischen bei ihrem Vater bleiben. Dieser übersieht eine Frist und sein Arbeitslosgeld wird für einen Monat gestrichen. Er und das Kind haben nichts mehr zu essen. Die Mutter, die zwar Fehler gemacht hat, aber von ganzem Herzen Mutter ist, kann ihrer Tochter aus dem Gefängnis heraus natürlich nicht helfen. Wir haben gemeinsam mit der Sozialarbeiterin des Gefängnisses dafür gesorgt, dass das Kind versorgt wird und haben die Lebensmittel für dieses Monat finanziert. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber die ganze Welt für jemanden, der nichts zu essen hat.

Manchmal sind es also € 10,-- für etwas zu essen, einmal € 15.000,-- für eine lebensnotwendige Operation. Was  ist das Leben und Glück eines Kindes Wert? Aus Sicht der Eltern meist alles, aus der Sicht einer Volkswirtschaft oft nicht. Und genau darum geht es uns. Wir versuchen die Lücke, zwischen dem was wirtschaftlich sinnvoll ist und dem was menschlich notwendig ist (nämlich alles zu versuchen, um ein Kinderleben zu retten oder zu verbessern), zu schliessen. Und mit Ihrer Hilfe gelingt dies auch immer öfter. Vielen Dank!

Fortsetzung folgt...
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